Solarthermie - Warmes Wasser von der Sonne

In den Kollektoren wird durch die Sonne eine Wärmeträgerflüssigkeit erhitzt. Diese fließt zum Warmwasserspeicher Ihrer Heizungsanlage, erwärmt dort über einen Wärmetauscher das Brauchwasser und wird von einer temperaturgesteuerten Pumpe in die Kollektoren zurückgeleitet. Aus dem Speicher entnimmt man das heiße Wasser wie üblich für den Haushalt.

Vollautomatisch unterstützt die Solaranlage den Öl- oder Gasbrenner bei der Warmwasserbereitung im Winter und in längeren Schlechtwetterperioden. Wenn der solare Wärmetauscher im Speicher das Brauchwasser z. B. nur auf 30°C bringt, braucht die Heizanlage nur um 20°C auf die üblichen 50°C Wassertemperatur nachzuheizen!

[Aufbau Solarthermie]
Die Sonne spart Energiekosten
  • bis zu 70% Ihres Warmwasserbedarfs ohne Brennstoffkosten
  • schont die Heizanlage (von April bis September oft außer Betrieb)
  • auch Wintersonne unterstützt den Heizkessel
  • weniger abhängig von der Preisentwicklung der fossilen Energien
und schont die Umwelt!
  • weniger Brennstoffe = weniger Schadstoffe
  • jährliche Umweltentlastung ca. 1.000 kg CO2 pro Haushalt
  • und das 20 bis 30 Jahre
  • weniger Verbrauch von Öl, Gas und Kohle (nur begrenzt vorhanden - zu kostbar zum Verheizen)
Es gibt verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Wirkungsgraden. Grundsätzlich unterscheidet man:
  • Flachkollektoren:
    günstiger Preis - etwas geringerer Wirkungsgrad
  • Vakuum-Röhrenkollektoren:
    höherer Preis - höherer Wirkungsgrad

Spezielle Fragen dazu beantworten der Fachhandel oder wir Ihnen gerne.

  • möglichst Südausrichtung des Daches, jedoch auch Ausrichtung nach Westen oder Osten brauchbar
  • Dachneigung 30° bis 50°, auch Flachdach möglich (mit Aufständerung)
  • keine Abschattung durch Bäume etc.
  • Man rechnet mit etwa 1,5 m2 Kollektorfläche und 100 Liter Wasserspeicher pro Person.

Beispiel für einen 4-Personenhaushalt:

6 m² Kollektorfläche (Flachkollektoren)
400 Liter gut isolierter Warmwasserspeicher

Beachten Sie beim Hausbau aber bitte Folgendes:

  • Ziehen Sie schon beim Neubau Leerrohre vom Dach zum Heizungsraum ein (zwei Kupferrohre 18 mm Durchmesser, gut isoliert, und ein Elektroleerrohr)
  • Stimmen Sie das Heizungssystem auf die Einbindung einer Solaranlage ab, d.h. der Warmwasserspeicher sollte solartauglich sein (Zwei Wärmetauscheranschlüsse, gut isoliert, entsprechende Größe)

Wenn bei Altbauten die Heizung erneuert werden muss, ist das eine gute Gelegenheit für die Installation von Kollektoren. Zumindest sollten auf jeden Fall die Vorbereitungen für eine spätere Nachrüstung (siehe oben) getroffen werden!

Wenden Sie sich an eine Solarfachfirma oder einen Heizungstechnikbetrieb in der Region. Holen Sie detaillierte Angebote ein. Lassen Sie sich Referenzanlagen nennen und fragen Sie dort nach. Die Firma sollte Solarerfahrung haben und der Solarenergie positiv gegenüberstehen. Achten Sie auf eine eingehende Beratung. Die Gesamtkonzeption einer Anlage muss stimmig sein, damit Sie lange Freude an der Sonnenenergie haben.

Zur Zeit gibt es Förderungen für Sonnenkollektoren durch das Wirtschaftsministerium über das Bundesamt für Wirtschaft (Tel.: 06196/9086 25 www.bafa.de) in 65726 Eschborn, Postfach 5160 und für kommunale Gebietskörperschaften sowie sonstige Körperschaften durch das Land Bayern (Reg. d. Opf. Tel.: 0 94 1/5680310). Genauere Infos durch den SFV (Solarenergie-Förderverein).
Bei Wasch- und Spülmaschinen können Sie bis zu 90% der benötigten Energie einsparen, indem Sie beide Geräte an die Warmwasserleitung anschließen.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte zunächst an einen Fachmann für Solaranlagen. Sie können sich auch durch den Solarenergie-Förderverein (SFV) beraten lassen (hier ist eine unverbindliche Liste mit Firmen für Amberg und Landkreis auf der Homepage des SFV zu finden). Oder Sie besuchen einen der Vorträge, die speziell zu diesem Thema mehrmals jährlich vom SFV (Jahresprogramm) oder den Volkshochschulen angeboten werden.

Wir sind Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis, die Sonnenenergie zur Warmwasser- und Stromerzeugung praktisch anwenden und beste Erfahrungen damit gemacht haben! Als eingetragener, gemeinnütziger Verein arbeiten wir ehrenamtlich, firmenneutral und überparteilich. Hauptzweck ist der Umweltschutz durch Förderung des Einsatzes der Sonnenenergie.

1996 wurde der SFV mit dem Umweltpreis der Stadt Amberg ausgezeichnet, im Jahre 2003 mit dem Umwelt - und Naturschutzpreis des Landkreises Amberg - Sulzbach!

Das Jahresprogramm finden Sie im Tourist Büro Amberg, in der Stadtbücherei, in den Gemeindeverwaltungen sowie im Internet.