Markteinführung von Solarstrom ohne Steuergelder

Stand: 2000

Diese Technik benötigt eine Förderung zur Markteinführung. Eine Markteinführung durch Steuergelder halten wir jedoch für unzeitgemäß.
Die kostendeckende Vergütung unterscheidet sich von allen bisher bekannten Markteinführungsprogrammen: Die Lieferung von Solarstrom wird kostendeckend vergütet. Die Gesamtheit der Stromkunden finanziert die kostendeckende Vergütung durch einen geringen Strompreiszuschlag. Daher brauchen Solaranlagen keine staatlichen Zuschüsse.
In vielen Städten führte kostendeckende Vergütung zu einer Verzehnfachung der Solaranlagen.
In 60 Städten und Gemeinden haben Stadt- oder Gemeinderat die Stromversorger zur Zahlung kostendeckender Vergütung aufgefordert, doch die Stromversorger folgten der Aufforderung nur dort, wo sie im Eigentum der Kommune stehen. Es fehlt noch die gesetzliche Verpflichtung!
Den gesetzlichen Rahmen für die Einführung der kostendeckenden Vergütung bietet bereits das Stromeinspeisungsgesetz. Die Mindestvergütung müßte dort ersetzt werden durch eine kostendeckende Vergütung mit jährlicher Anpassung für Neuanlagen entsprechend der Marktlage.
Umfragen zeigen eine hohe Bereitschaft zur Zahlung des Strompreisaufschlages, wenn dieser der Solarstromerzeugung zugute kommt und von allen Stromverbrauchern mitgetragen wird. Eine RWE-Umfrage kam auf eine Zustimmung von 80 %.
Die kostendeckende Vergütung wird nicht von den Stromerzeugern, sondern vom Netzbetreiber gezahlt. Dieser darf gemäß Stromeinspeisungsgesetz die Mehrkosten auf das Durchleitungsentgelt aufschlagen. So wird die kostendeckende Vergütung durch alle Stromkunden mitgetragen, sogar durch diejenigen, die Strom aus dem Ausland beziehen.

Die kostendeckende Vergütung versieht eine wachsende Zahl von Installateuren, Händlern und Produzenten mit Aufträgen. Steigende Nachfrage führt zum Neubau von Produktionsanlagen. Massenproduktion senkt die Preise.

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  • 15.12.1997: Kreistag Amberg-Sulzbach - Antragsteller: Bund Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Amberg-Sulzbach
  • Stadt Sulzbach-Rosenberg - Antragsteller: Bund Naturschutz in Bayern e.V.
  • Markt Hahnbach - Antragsteller: Bund Naturschutz in Bayern e.V.
  • 06.05.1998: Stadt Hirschau - Antragsteller: Junge Union Hirschau
  • 23.03.1999: Gemeinde Poppenricht - Antragsteller: Siedlergemeinschaft Traßlberg
  • 14.08.1999: Gemeinde Gebenbach

In der kreisfreien Stadt Amberg wurde ab dem 01.01.1999 für 50 kWp (18 Anlagen) die kostendeckende Vergütung eingeführt.